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Drachen-Erinnerungen

23. August 2006 von Dragonprinz
Feuriger Odem brachte Vernichtung und Tod, ich wurde gerufen gegen Menschengebot. Sehr weit kam ich her, aus blutigem Land, begleitete Krieger aus Feuer gebrannt. Sie wurden geschaffen der Seele bar Leid und Verwüstung ihr Auftrag war.

Ein Blick von ihnen, und nichts mehr zählt wenn, dir Mensch, sich das Leben vom Körper schält. Mein Feuer ist von der gleichen Art durchdringt Stein wie Seele, höllengepaart. Die Schuppen so schwarz wie Obsidian gepanzertes Wesen, so flieg ich voran. Klauenbewehrt, die Krallen dolchlang, Mensch, hab nur acht, dein Niedergang!

Wir kamen in euer blühendes Land und haben die Erde zu Asche verbrannt. Wir schlugen die Schlachten mit Höllenkraft vergossen Blut wie wertlosen Saft. Mein Herz war aus Stein, trieb Kämpfe voran, doch eines Tages geschah es dann.

Im Schlachtengetümmel flog voraus ich ein Stück zu erhalten von oben den Überblick. Ein See war es, der mir ins Blickfeld kam, so friedlich und still, zog mich magisch an Am Ufer saß ruhig eine zierliche Maid, ihr Umriß weckte Vergangenheit. Äonen von Jahren zogen vorbei Gedanken schwirrten in Kreiseln herbei.

Einst gab es einmal ein treues Wesen, das hatte mein Herz mit Liebe genesen. Vergang`ne Gefühle brachen sich Bahn Ich setzte flügelrauschend zur Landung an. Die Maid sah mir entgegen mit klarem Blick, sie wich nicht zurück, nicht einen Schritt. Wie lieblich schön das Mädchen war! von zarter Gestalt und flammenden Haar. Dies glühte wie Feuer im Sonnenlicht, Ich verneigte mich leicht, Anstandspflicht!

Sie trug ein einfaches Bauerngewand bar jeden Zierrats und unnötigen Tand. Die Haltung jedoch war königlich dann wandte sie ihr Wort an mich. Die Stimme war rein, so hell und so klar, ich gestehe, dass ich gefangen war. Sie sagte: "Hör, Drache, ich kenne dich du brachtest uns Leid, nun töte mich. All die, die ich liebte, sind lange tot, erlöse mich von meiner Not. Nur um eins möchte ich bitten dich, mach schnell, ich werde nicht weigern mich."

Ihre Worte schnitten mir gar ins Herz brachten hervor den uralten Schmerz. Sie sank auf die Knie, den Kopf gesenkt, ich habe ihr das Leben geschenkt. Doch leider war dieses Geschenk verflucht, denn sie hatte ja den Tod schon gesucht. Nun stand ich vor ihr mit grausiger Macht und hab doch nur wieder Leiden gebracht.

Ich spreizte die Klauen, sie erwartet den Hieb Doch alles, für was ich noch fähig blieb war zärtlich über ihr Antlitz zu streichen die einzelne Träne dort zu erreichen, die unaufhaltsam nach unten rann, der Drache war in des Weibes Bann. Die Träne blieb an der Kralle hängen dieser Tropfen konnte Welten sprengen. Ein Sonnenstrahl brach sich darin gänzlich war meine Fassung dahin. Mit all meiner uralten Drachenkraft hab ich daraus einen Diamant gemacht. Den gab ich ihr, und damit mein Herz, jedoch es linderte keinen Schmerz.

Sie sah mich an mit verschleierten Augen, würde nie wieder an etwas Gutes glauben. Ich sah sie lange noch an, dann flog ich heim, ich musste nun ganz alleine sein. Gepanzerte Brust, doch ich spürte mein Herz, und wieder diesen uralten Schmerz. Mensch, sei versichert, ich schwöre es heut ich habe all meine Taten bereut. Ihr werdet mich niemals wiedersehen ich werde zum Sternbild des Drachen gehen.


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